Tischkreissäge Vergleich

Mit dem Leitfaden & Tipps vom Ratgeber das beste Produkt finden

Ihre Bezeichnung verdankt die Tischkreissäge ihrem runden Sägeblatt, das aus der Mitte des Arbeitstisches hervorragt. Dafür ist im Tisch ein Schlitz gemacht worden. Das jeweilige Werkstück wird mithilfe einer Führungshilfe, die parallel zum Sägeblatt verläuft und deswegen “Parallelanschlag” genannt wird, geführt.

Mithilfe einer anderen Vorrichtung, Winkelanschlag genannt, werden auch Winkelschnitte gemacht, was das Gerät äußerst flexibel macht. Und wenn das Untergestell der Tischkreissäge mit Rädern ausgestattet ist, dann wird sie auch mobil, sodass man sie an jedem Ort mit Stromanschluss benutzen kann.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Tischkreissägen werden gebraucht, um Schalholz, Parkett, Laminat, Paneele und Balken zu schneiden.
  • Sie können sowohl mit als auch ohne Untergestell verkauft werden.
  • Je nach Modell haben sie den 230- oder 400-Volt-Anschluss.

Tischkreissägen Vergleich: Die Kaufkriterien

Es gibt mehrere Faktoren, die die Qualität einer Tischkreissäge beeinflussen. Und sie alle müssen berücksichtigt werden, damit man mit dem Kauf zufrieden ist.

Leistung

Ob eine Tischkreissäge schnell und effektiv arbeitet, hängt davon ab, ob ihr Motor stark genug ist. Deshalb muss man in erster Linie auf die Leistung des Motors schauen. Wenn es sich hierbei um Tischkreissägen mit 230-Volt-Anschluss handelt, dann muss ihre Leistung bei mindestens 1400 Watt liegen. Beabsichtigt man dagegen, eine Tischkreissäge mit 400-Volt-Anschluss zu kaufen, so muss man darauf achten, dass das fragliche Modell eine Leistung von mindestens 2000 Watt aufweist.

Größe des Sägeblattes

Der Diameter des Sägeblattes hat unmittelbare Auswirkungen auf die Leistung der Tischkreissäge. Tischkreissägen mit dem 230-Volt-Anschluss haben in der Regel ein Sägeblatt mit einem Diameter von 250 Millimeter. Wenn es sich hierbei um eine professionelle Säge handelt, dann kann man damit Schnitttiefen von bis zu 90 Millimeter erreichen.

Wenn man eine noch größere Schnitttiefe erreichen möchte, dann braucht man ein Blatt mit einem Diameter von 315 oder sogar 350 Millimeter. Mit Letzterem lassen sich Schnitttiefen von mehr als 140 Millimeter erreichen. Allerdings haben die meisten Sägen mit so großen Sägeblättern den 400-Volt-Anschluss, sodass man auf diesen Parameter auch achten muss, wenn man sich für die Säge mit größerem Blatt entscheidet. Denn die meisten Wohnungen haben keinen Drehstromanschluss, sodass man zusätzliche Kosten für die Installation des Drehstromanschlusses oder für den Kauf einer mobilen Anlage einkalkulieren muss.

Zahl der Umdrehungen

Das Potenzial des Sägeblattes kann nur dann ausgeschöpft werden, wenn die Umdrehungszahl ausreichend ist. Deshalb muss man bei der Wahl der Kreissäge darauf achten, dass sie mindestens 5000 Umdrehungen pro Minute schafft.

Anzahl der Zähne des Sägeblattes

Wer besonders feine Schnitte braucht, muss eine Säge mit möglichst vielen Zähnen kaufen. Denn je mehr Zähne, desto feiner die Schnitte, die eine Säge somit schneiden kann.

Material des Sägeblattes

Im Einsatz wird das Sägeblatt enormen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass das Material, aus dem es hergestellt wird, all diesen Belastungen standhalten kann, ohne dass das Sägeblatt schnell abstumpft. Am besten erfüllt diese Anforderungen das sogenannte Widia-Blatt. Dabei handelt es sich um ein Blatt, das aus einer Mischung von Chrom und Vanadium hergestellt wurde.

Dieses Metall-Gemisch ist so hart wie Diamant, wofür es auch seine Bezeichnung Widia bekam. Dabei geht diese Härte mit Robustheit und Verschleißfreiheit einher, weshalb ein Sägeblatt aus diesem Material sehr lange hält. Deswegen muss man sich beim Kauf davon überzeugen, dass die Säge mit einem Sägeblatt Widia ausgestattet ist.

Höhe des Arbeitstisches

Für die Präzision der Arbeit ist es wichtig, dass der Nutzer es bequem hat. Dafür muss die jeweilige Tischkreissäge eine ausreichende Arbeitshöhe haben. Deshalb ist es wichtig, dass die Höhe des Arbeitstisches mindestens 80 Zentimeter beträgt. Als optimal werden dagegen 85-90 Zentimeter angesehen, weil es den meistens Menschen mit normaler Körpergröße die bestmöglichen Bedingungen garantiert.

Qualität des Tisches

Auch der Arbeitstisch wird hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Deswegen muss er einerseits sehr robust sein. Andererseits darf er nicht zu viel wiegen, um den komfortablen Transport der Tischkreissäge zu ermöglichen. Daher gelten Tische aus Stahl oder noch besser aus Aluminium als die geeignetsten. Folglich muss man beim Kauf die Tischkreismodelle mit einer Tischarbeitsplatte aus Aluminium bevorzugen.

Qualität des Parallelanschlags

Auch die Beschaffenheit des Parallelanschlages hat Auswirkungen darauf, ob der Nutzer präzise Arbeit leisten können wird oder nicht. Wichtig ist hierbei, dass der Parallelanschlag tatsächlich parallel verläuft sowie robust und gut verarbeitet ist. Auch seine Befestigung ist wichtig, weil ohne sie das parallele Führen des Werkstückes unmöglich ist. Deshalb haben hochwertige Modelle sogenannte Doppelpunktfixierung am Anfang und am Ende des Parallelanschlages und genau solche Modelle sollte man bei der Wahl bevorzugen.

Fähigkeiten des Winkelanschlages

Wer Gehrungsschnitte sägen möchte, braucht unbedingt einen Winkelanschlag. Dabei muss dieser das Führen des Werkstückes in einem Bereich von +/- 60 Grad ermöglichen, weil nur somit die Abdeckung aller benötigten Winkel garantiert wird.

Preis der Tischkreissäge

Die Frage nach dem richtigen Preis für die richtige Säge ist für Interessenten wichtig. Dabei sollte man am besten folgende Faustregel befolgen: Wer die Säge regelmäßig und für komplexe Arbeiten benutzen möchte, sollte sich lieber für eine Profi-Säge entscheiden. Aber diese wird nicht weniger als 700 Euro kosten. Dabei sollte man darauf achten, dass man sich für ein Modell eines der führenden Hersteller entscheidet. Als führend gelten heute solche Firmen wie Metabo, Scheppach, Makita und Bosch.

Will man die Säge nur gelegentlich benutzen, kann man auch eine Amateur-Variante wählen. Doch auch dann ist es wichtig, eine Amateurvariante eines der führenden Hersteller zu wählen. Aber selbst Amateurmodelle kosten zwischen 200-400 Euro. Und nur, wenn man die jeweilige Säge ein paar Mal im Leben zu benutzen gedenkt, lohnt es sich, ein Baumarktmodell zu kaufen.

Sägeartspezifische Eigenschaften

Innerhalb der großen Klasse Tischkreissäge gibt es noch mehrere Arten, die ihre spezifischen Merkmale aufweisen. Diese gilt es bei der Wahl der Säge auch zu berücksichtigen. So unterscheidet sich eine Unterflursäge dadurch, dass das Werkstück bei ihr fest eingespannt wird. Deshalb wird nicht das Werkstück geführt, sondern das Sägeblatt. Deshalb sollte man die Unterflursäge nicht mit einer klassischen Kreissäge verwechseln, wenn man tatsächlich die Letztere kaufen möchte. Eine Formatkreissäge hat im Gegensatz zu einer klassischen Tischkreissäge einen speziellen Schiebetisch, auf dem das zu bearbeitende Werkstück befestigt wird. Deshalb braucht man das Werkstück nicht mit bloßen Händen zu führen, was einerseits die Sicherheit erhöht und andererseits für präzisere Schnitte sorgt. Das erklärt, warum professionelle Tischler diese Art der Tischkreissäge bevorzugen.

Gute Tischkreissäge kaufen: Das Fazit

Damit die Arbeit mit der jeweiligen Säge zum Erfolg führt, muss sie richtig gewählt werden. Das bedeutet zum Einen, dass ihre Leistung und die Drehzahl ausreichend sind. Außerdem muss das Sägeblatt eine ausreichende Größe und Zahnanzahl haben, damit die Säge ihr Potenzial voll entfalten kann. Darüber hinaus müssen die Tischplatte und der Parallelanschlag für bequemes und präzises Arbeiten sorgen können. Und wenn man Winkelschnitte sägen möchte, ist es wichtig, dass das jeweilige Gerät mit einem Winkelanschlag ausgestattet ist, der die Führung des Werkstückes in einem Bereich von +/- 60 Grad ermöglicht.

Damit die Qualität der Säge garantiert ist, sollte sie von einem führenden Hersteller wie Makita, Metabo, Scheppach oder Bosch stammen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass professionelle Modelle mehr als 700 Euro kosten. Semiprofessionelle Ausführungen können für 200-400 Euro erworben werden. Und nur, wenn man eine Kreissäge für einmaligen Gebrauch sucht, lohnt es sich, ein Baumarktmodell wie zum Beispiel Atika für 100 Euro zu kaufen.